In der Schweiz wurde bislang kein CO2 in den Untergrund eingespeist, weshalb es an erprobten regulatorischen Rahmenbedingungen und marktreifen Ansätzen fehlt. CITru verfolgt einen sys-tematischen, wissenschaftlichen und nicht-kommerziellen Ansatz, um eine mögliche CO₂-Einspeisung zu planen, gegebenenfalls durchzuführen, zu überwachen und auszuwerten. Dabei werden technische, gesellschaftliche und regulatorische Aspekte berücksichtigt. Das Pilotprojekt leistet damit einen Beitrag zu fundierten Entscheidungsgrundlagen für zukünftige Vorhaben – auch dann, wenn es nach der Erkundungsphase zu keiner CO2-Einspeisung am Standort Trüllikon kommen sollte.
CITru stärkt und vernetzt die Kapazitäten und Kompetenzen in folgenden Bereichen, die für eine sichere Speicherung von CO2 im tiefen Untergrund unabdingbar sind: Modellierung, Einspeise-verfahren, Überwachung, Messung/Berichterstattung und Verhalten des CO2 im Untergrund. Zudem wird CITru Erkenntnisse im Bereich Regulierung liefern, insbesondere betreffend des Zusammenspiels von Bund, Kantonen und Gemeinden, der Lizenzierung, der Genehmigung und der regulatorischen Aufsicht. CITru untersucht zudem die Skalierbarkeit von verschiedenen Technologien zu Speicherung von CO2 und den Speicherkapazitäten.
Derzeit weiss ein grosser Teil der Bevölkerung nur wenig über die Möglichkeiten und Herausfor-derungen der CO2-Speicherung im tiefen Untergrund. Mit Hintergrundinformationen und einem offenen Dialog mit Direktbetroffenen und Interessierten möchte CITru durch seine Projektkom-munikation die Wissensbasis verbreitern und eine sachliche Auseinandersetzung fördern.